Donnerstag, 11. September 2014

Unterwegs im Gebiet der Steine (13.August 2014)

Ja,ja.....so ein Mädelabend kann sich schon "ungeahnt" in die Länge ziehen. Selbstverständlich setzten wir unser Schwatzen nur unterbrochen durch eine kurze Schalfpause gleich am Frühstückstisch wieder fort. Dies alles ging nun aber doch bissl zu Lasten der geplanten Wanderung. Gemütlich am Frühstückstisch sitzend, ließ uns ein Blick auf die Uhr erschrocken und verständnislos drein schaun. Ok, für die geplante hintere Sächsische Schweiz lohnte es sich nicht mehr so recht. Zum Glück erstreckt das Elbsandsteingebirge sich über ein Gebiet von ca 700km² und auch der vordere Teil des sächsischen Teil's des Gebirges ist immer wieder wunderschön. So entschieden wir um, beräumten fix den Frühstückstisch und brachen auf in das Gebiet der Steine. 
Als Gebiet der Steine wird in der vorderen Sächsischen Schweiz der linkselb'sche Teil bezeichnet. Markant sind natürlich hier die Tafelberge. Zwei davon sollten heut unser umentschiedenes Wanderziel werden.......Der Pfaffenstein und der Gohrisch. 
Diese von mir schon sehr oft bewanderten Ziele stellte ich vor bereits auch schon im Blog vor. So möchte ich heut nicht zuviel zur Wanderung schreiben, sondern nur ein paar andere Eindrücke zeigen. Die Wanderung hat wie bereits vorgestellt ohne ein grünes Blatt auf den Bäumen, seinen Reiz, aber auch zur grünen Jahreszeit........seht selbst.....
Am Start der Wanderung findet man jetzt sehr hübsch gestaltet ein Wahrzeichen Pfaffendorfs und des ganzen Gebirges......


Schnell waren die ersten Höhenmeter Richtung Quirl erklommen und ein Blick über erntereife Felder zum Pfaffenstein zeigte sich uns so......


Der Pfaffenstein ist einer der markanten Tafelberge in der linkselbisch liegenden vorderen Sächsischen Schweiz. Der früher auch "Jungfernstein" genannte Tafelberg kann eine Höhe von 434m aufweisen und wurde erst im 19. Jh. touristisch erschlossen. Zufluchtsort in Krisenzeiten war er schon weit eher. Mit seinen 32 Kletterfelsen wurde er auch seit Beginn des 20 Jh. ein von Bergsteigern besuchter Ort. 
Für den Aufstieg wählten wir den bewährten Klammweg, vorbei an hohen Felsen, durch eine kühle Schlucht.......

der Jäckelfels, benannt nach dem touristischen Erschließer
des Pfaffensteines
        
Oben angekommen, dürstete uns sehr und wir genossen in der überquellenden beschaulichen Gastlichkeit ein kühles Hefeweizen ehe wir unseren Weg fortsetzten. Allerdings nicht ohne einem beschaulichen Plätzchen einen Besuch abzustatten.


Den bequemen Weg wieder abgesteigend, nutzten wir verschiedene Waldwege zum schwatzen und zu unserem nächsten Ziel zu gelangen. Allerdings blieben uns zu unserer Freude kleine bunte Farbtupser im Wald nicht verborgen.



Für den Aufstieg auf den Gohrisch nutzten wir die Falkenschlucht. Dies war bis vor vier Jahren etwa eine kleine Steiganlage durch einen künstlich erweiterten Felsspalt mit Hölzern als Steighilfen und nicht zu üppig gehalten. Nach reichlicher Kritik wurde diese Steiganlage "saniert", was zur Folge hatte, dass die historischen Hölzer gegen Metallleitern, Gitterroste ausgetauscht wurden und der kleine abenteuerliche Charakter und das Flair der historischen Steiganlage verloren ging und es nun "nur" noch "normal" auf den Berg geht.........



Der Gohrisch zählt zu den Tafelbergen ist linkselbisch zu finden und steht man auf dem Plateau, ist man 440m ü. NN. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Gohrisch das erste mal urkundlich erwähnt, touristisch wurde er aber erst knapp vier Jahrhunderte später erschlossen. Dies lag an der zerklüfteten Oberfläche. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berg mit Hilfe des Gerbirgsvereins Sächsische Schweiz mittels drei befestigter Wege zugänglich gemacht. Im Jahre 1888 wurde die kleine Schutzhütte errichtet. Irgendwann dem Verfall preisgegeben, wurde diese Ende des 20. Jahrhundert wieder her gestellt. 


Der Berg bietet mit seiner Weitläufigkeit allerhand wunderbare Ausblicke ins das Land ringsum. Selbstverständlich suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen.......


Die mittlerweile drohenden Regenwolken überredeten uns dann doch zum Abstieg. 


Am Bergfuß angekommen, begann es zu tröpfeln, was sich zu einem richtigen Sommerlandregen ausweitete. Also schlappten wir durch Wald, Feld und Flour einer letzten kleinen Rast entgegen. "Onkel Pauls Ruh" eine wunderbare Aussichtsbank welche zu Ehren eines Ehrenmitgliedes des damaligen Gebirgsvereins geweiht wurde. Eine kleine Gedenktafel erinnet heut noch daran. 



Da die Bank unter einem großen Blätterdach beheimatet ist, störte uns der Regen überhaupt nicht und wir beschlossen den Tag noch mit einen im Rucksack mitgeführten Kaffee und einem Blick, ehe wir uns die letzten Meter durch den Regen auf den Weg zu Auto machten. 




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