Dienstag, 17. Juni 2014

Zittauer Gebirge (Pfingsten 2014)

Bereits im Winter stand schon der Gedanke das Pfingstwochenende  im Zittauer Gebirge zu verbringen. Das Frühjahr rückte näher, Zeltplatzbestellung und Feinplanung stand an. Mir gefiel der Gedanke immer mehr mal wieder im Zittauer Gebirge zu sein und dies auch noch mit lieben Freunden. So bestätigte ich meine Zusage und es hätte die Welt untergehen können, ich wäre mitgefahren. Nun denn die Welt sollte nicht untergehen, zum Glück(!), aber es sollte das wohl heißeste Pfingstwochenende seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen werden. Gefühlt war dem auch so. Aber nicht nur heiß wurde es, es wurde ein verklettertes, Zeit miteinander verbringendes, entspanntes Wochenden. Die beiden Klettersteige, den Alpinen Grat und den Nonnensteig begingen wir in der untergehenden, bzw. der aufgehenden Sonne, was in Anbetracht der stet steigenden Temperaturen eine gute Entscheidung war. 

kleines Teilstück des Nonnensteig's

Blick auf Jonsdorf vom Nonnensteig




Neben den Klettersteigen nutzten wir das Oybiner Gebiet zum Klettern. Hier findet man wunderbare Felsen mit Wegen die Groß und Klein begeistern. Aber wir waren ja nicht nur zum Klettern hier. So statteten wir der Burgruine Oybin einen Besuch ab.


Die Burg liegt gleichnamigen 514m hohem Berg. Diese Höhenburg erstreckt sich über das gesamte Bergareal. Die ersten baulichen Erschließungen führen auf das 13. Jh. zurück. Erste Besiedlungen des Berges gab es aber bereits im 11./12. Jh. v. Chr.  Mitte des 14. Jh. ließ Kaiser Karl IV. das Kaiserhaus errichten. Er trug sich damals mit dem Gedanken, dies als Altersruhesitz nutzen zu wollen. Zwei Jahre später begann er mit dem Bau einer gotischen Kathedrale, welcher bereits nach 18 Jahren fertig gestellt werden konnte. Die Ruine wirkt heut noch gigantisch, ist ein Ort der Ruhe......einfach unbeschreiblich schön! Meine Begeisterung findet hier kaum Worte........








Die von weitem unscheinbar wirkende Ruine, ist in ihrer Gesamtheit eine riesengroße und sehr imposant wirkende Burganlage, mit in den Felsen gehauenen Gängen, Rundwegen, vielen Aussichtspunkten...ich kann dies nur uneingeschränkt empfehlen, allerdings sollte man sich viel Zeit nehmen!


Die Bergkirche in Oybin kann eine Besonderheit aufweisen, die ich so noch nie gesehen habe. Die Sitzbänke der Kirche wurden dem natürlichen Felsverlauf angepasst und so steigen diese von vorn nach hinten rampenartig auf. 


Kurz erwähnen möchte ich noch den Töpfer, welchen wir anlässlich eines Geburtstags in der Runde erschlumperten. Ja es war nur ein schlumpern, denn die Temperaturen erreichten hier Werte, die ein Wandern kaum mehr zuließen. Der bewirtschaftete Berg mit einer Höhe von 582m und birgt neben vielen Felsen, die auch gut zum Klettern geeignet sind, Felsformationen und auf dem Gipfel ein sehr schön anzuschauendes Felsentor.


Wir konnten von hier aus den Jeschken den höchsten Berg des gleichnamigen Gebirges sehen. Bei guter und klarer Sicht, könne man von hier aus sogar bis hin zum Riesengebirge schauen. 



Mit einem Blick(!) auf das Wahrzeichen des Zittauer (Kletter-)Gebirges, den Kelch, gingen ein paar wunderbare Tage mit Freunden zu Ende.......


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen