Dienstag, 27. Mai 2014

Sayda Voigtsdorf (24.Mai 2014)

So sehr wie ich meine Felsenheimat liebe und in ihr "rumkraxel", fühle ich mich nicht weniger wohl im schönen Erzgebirge. Manchen mag es dort langweilig und unspektakulär scheinen, aber ich finde es großartig über die Höhen dieses lieblichen Mittelgebirges zu wandern, diese Weiten, die sich auftun zu sehen und zu genießen. 
Ein Besuch selbigens war längst überfällig und so starten wir unsere Wanderung in der kleinen Bergstadt Sayda schon im etwas tieferen Osterzgebirge. Am Rossplatz parkten wir das Auto und fielen quasi gleich auf den mit einem gelben Strich markierten Wanderweg. Der Himmel noch voller drohender Regenwolken schreckte uns nicht ab und wir freuten uns über die vom Dorf wegführende kleine Allee. 


Am Waldesrand, der Saydaer Höhe angekommen gabelte sich der Weg, die Sonne lunschte mittlerweile zwischen dicken Wolken hervor.


Hier entschieden wir uns für den rechten Weg, entlang des Wald- und Feldrandes.......


Dem Voigtsdorfer Rundweg folgend führte uns der Weg auch wieder in den Wald, in dem herrlich märchenhaft die Vögel zwitscherten, wieder hinaus auf Lichtungen, an Feldern vorbei. Diese Gegend hier ca 400m höher liegend, als meine Heimat am äussersten Rande des Osterzgebirges, ist in seiner Vegetation doch ein bis zwei Wochen hinterher. Nicht nur, dass wir in den Dörfern noch frisch blühenden Flieder sahen und rochen, auch der Raps, welcher daheim schon verblüht war, leuchte hier in seiner vollsten Pracht. 


Ein kleiner fast zugewachsener Holzstapel lud zu einer ersten Pause ein. Allein die Farben die die Natur hier für uns zauberte war reiner Seelenbalsam. Weiter entlang Wald, Feld und Flour gelangten wir nach Voigtsdorf. Aber nicht ohne den zu blühen beginnenden Bergwiesen Beachtung zu schenken......


In einer kleinen aber netten Gastwirtschaft stillten wir unseren Durst, um gleich wieder das Dörfchen auf landwirtschaftlichen Wegen gen Schafberg zu verlassen. Hier drohte schon, was uns später doch noch einholen würde. Für ein paar Momente ignorierten wir kommende Wetterunbilden und ließen unseren Blick schweifen......


Immer näher kamen Regen und Gewitter....vor allem letzteres ließ uns unseren Schritt beschleunigen. Von der Höhe  abgestiegen, gelangten wir wieder ins Dorf, wo der Regen sich manifestierte, aber das bedrohliche Grollen des Gewitters in die Ferne rückte. Diesen schmucken Gesellen tat der Regen nichts und sie schauten neugierig, wer denn so verrückt sei und bei diesem Wetter hier entlang wandere......



Also traten wir munter den Rückweg über Feld und Wirtschaftswege nach Sayda wieder an. 


Da wir Karte und Wanderführer nur sporadisch nutzten, uns meist nur an den Himmelsrichtungen orientierten, kam es, wie es kommen musste und wir liefen zwar richtig, aber in dem besonderen Falle des hier drohenden Unwetters, eine Extrarunde mit der "Kirche um das Dorf". In einem Mix aus Wolken, kurzen Momenten mit Sonne und einem stärker werdenden Regen, sollten wird dem Ausgangspunkt unserer Wanderung näher kommen. 

Ein verregneter, aber trotzdem schöner Blick auf Sayda.....
Durch unseren Umweg, kamen wir nach knapp 19 km wieder in Sayda an, konnten uns gerade noch so in ein Caffee vor dem peitschenden Regen und den rundum zuckenden Blitzen retten, aber hatten eine schöne Wanderung hinter uns. Eine Wanderung bei der uns großteils heut die Blicke ins weite Land verwehrt blieben und die uns viel auf bequemen und unspektakulär wirkenden Wirtschaftswegen entlang führte, aber trotzdem viele Sensationen bereit hielt. Zu überwinden waren einige recht gemäßigte Höhenmeter und die Wanderung lud ein, die Gedanken in Richtung Fahrrad und  Skilangläufer schweifen zu lassen..............

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