Montag, 26. Mai 2014

Nikolsdorfer Wände (16.Mai 2014)

Ein freier Tag und wider der meterologischen Vorhersagen blinzelte die Sonne immer mal vom Himmel herunter. Was lag da näher, als die alltäglichen Verpflichtungen auf ein Minimum zu reduzieren, den Rucksack in die Hand zu nehmen und zumindest zu einer kleinen Runde aufzubrechen. Unser Ziel war eine eher sehr spontane Wahl, geschuldet einiger Umleitungen auf der Strecke. Da uns der Weg nun einmal fast an Leudpoldishain vorbei führte, schauten wir uns nur an, nickten und bogen ab. 
Leupoldishain ist ein kleiner Ort in der vorderen Sächsischen Schweiz. Es ist ein Ortsteil von Königstein und wurde mit Nikolsdorf erstmals 1379 erwähnt. 
Hier starteten wir also heut unsere kleine Runde.



Es ging ein kleines Stück die Dorfstrasse entlang, ehe wir links gen Wanderweg einbogen. Schnell standen wir inmitten herrliches Frühlingswiesen und verweilten ein paar Augenblicke bei diesen beiden hübschen Gesellen.....   

                   



Der Weg führte uns in den Wald der heut ein besonders märchenhaftes Flair ausstrahlte. Der Wind fauchte mal heftig, mal rauschte er nur ganz zart, die Vögel zwitscherten fröhlich, die Wolken im Zusammenspiel mit den Bäumen und der Sonne boten ein herrliches Licht-Schatten-Spiel, der Waldmeister blühte und die Zaucken verbreiteten einen betörenden Duft........



Vorbei kamen wir immer wieder an kleinen und großen Lichtungen und schönen Felsformationen.......



Einfach dem grünen Wanderweg folgend schlenderten wir weiter, um kurz vor dem Labyrinth, welches heut nicht zu unseren Zielen gehören sollte, auf einem kleinen Pfad links einbiegend leicht anzusteigen. Nach dem minimalen Anstieg gelangten wir erneut auf den mit dem grünen Punkt gekennzeichneten Rundwanderweg, der nun wieder gen Leupoldishain seine Richtung durch lichten Wald einschlug. 


Unser nächstes Ziel war für eine kleine Verschnaufpause eine hübsch gelegene Bank mit einem wunderen Panoramablick. 


Ein kleines Stück zurück des Weges ging es nun über ein paar Treppen hinab in Bär's Grund. Immer wieder imposant finde ich auf dem fast quaderförmigen Stein gewachsenen Baum, der einen hier empfängt. 


Ein paar wenige Meter linker Hand ist auch hier ein kleiner Kuhstall zu finden. Bei weitem nicht so groß, wie gleichnamiger Felsunterstand in der hinteren Sächsischen Schweiz, aber auch recht hübsch anzusehen. 


Läuft man den Grund ein kleines Stück weiter abwärts kommt man vorbei an einem kleinen Holzwagen, bei dem ich mir nicht sicher bin, welcher Bedeutung er zukommt. Denn einige Meter weiter gelangt man zu einer Naturbühne. Diese ist im Jahre 1959  mit damals 1200 Sitzplätzen entstanden. Durch den 1963 begonnenen Bergbau hier in der Gegend konnte die Bühne nicht mehr bespielt werden. Die steinerne Bühne blieb, der Zuschauerraum wurde komplett von der Natur zurückgefordert. Fleißige freiwillige Helfer gaben dem Naturdenkmal wieder eine Form. 


Hier der Spielplan aus dem Jahre 1961

Nachdem wir den Platz mit all seiner Schönheit, Geschickte und Dramatik erobert hatten und nicht umhin kamen ein paar lyrische Stücke selbst zu inszenieren ;-) ging es in der Nähe des Kassenhäuschens eine kleine Felsgasse nach oben um unser letztes Ziel des Tages anzusteuern. Das Stelzchen, in kleiner Aussichtspunkt auf das am Fuße liegende Örtchen. Im Wald erneut von dem betörenden Duft der Zaucken begleitet ging es über ein paar Treppen und Leitern nach oben. 







Zurück in den Ort und zu unserem Auto wählten wir den blau bepunkteten Wanderweg auch Promenadenweg genannt. 
Wir hatten eine kleine, ca 8-9km kurze aber feine Wanderung hinter uns, die mehr Ausblicke, Schönheiten des Waldes, der Heimat als Schritte bereit hielt. 


Kommentare:

  1. Danke für den schönen Bericht.

    Irgendwann geht es mir wieder gut und dann kann ich diese Tour bestimmt machen. Oder ein kleinen Teil davon...

    Liebe Grüße ins Bergdorf

    vom Strickjulchen

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    1. Liebes Strickjulchen,
      Danke!
      Ja zumindest für ein kleines Stück, wird es reichen und sei es bis zur Naturbühne, wo du unseren persönlichen Dramaturgien fasziniert folgen könntest ;-) mit vielleicht ein paar Schritten bis zur Panorama-Bank.....ein wunderbarer Platz, um ein kleines Picknick zu genießen.....ob mit oder ohne Stricknadeln ;-)
      Liebe Grüße vom Bergdorf zurück ins Tal!
      Conny

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