Freitag, 3. Januar 2014

Hinterste Sächsische Schweiz (29.Dezember 2013)

Heut nun sollte es mal wieder soweit sein und unser beider Zeitplan wollte es zulassen, gemeisam durch's Gebirge zu schlumpern. So stellte sich gestern dann die Frage wohin......Ideen warf ich einige in den Raum, meine erste nur ganz vage und mit nur einem Wort......."Zschand". Stellte sich doch heraus, dass der Gedanke daran meinen Begleiter ebenso nicht los ließ. Somit stand das Zielgebiet umgehend fest und auch Gedanken um die Wegführung brauchten wir uns nicht wirklich machen, wussten wir doch was wir erlaufen wollten. 
Galt es auch an diesem Sonntag die Hürde des viertel vor sechs krähenden Weckers zu überwinden. Noch während ich versuchte selbiges versuchte, realisierte ich ein leichtes Getröpfel auf dem Dachfenster. Aber das sollte mich nicht wirklich davon abhalten den Tag zu beginnen. Während eines gemütlichen Frühstücks gingen wir nochmal kurz den Weg gedanklich durch ehe es gen Kirnitzschtal ging. Das Auto an der Neumannmühle abgeparkt, hatte mittlerweile der Regen nachgelassen, dicke Nebelschwaden zogen auf, verzauberten den grauenden Morgen, was alles auf einen optimalen Tag für unsere Tour hindeutet. Also stapften wir erneut die etwas ermüdente Zeughausstrasse entlang.


Immer der Nase nach schlumpften wir weiter, ehe wir mal rechter Hand in einen schmalen Pfad einbogen. Dieser führte uns anfänglich nur leicht steigend vorbei an der Grotte. Ein paar Meter weiter ging es dann etwas steiler voran, aber eigentlich nichts zu der erwarteten Steigung ob diverser Beschreibungen. 


Auf dem Grat angekommen schlängelte sich der Weg romatisch durch den Wald, Felsstufen hinauf......


......ehe sich uns erste richtige Aussichten auftaten. Der Wind pfiff uns um die Ohren, das Dunkel des Himmels war durchbrochen von lichten Flecken, aus dem Tal stiegen Nebelschwaden auf und wir konnten uns kaum satt sehen. So nutzten wir diesen Platz um einen wärmenden Schluck aus der Thermoskanne zu nehmen. 


Und immer weiter auf dem Grat entlang zeigten sich die verschiedensten grandiosen Aussichten........

markant hier der Rosenberg

Während wir vorsichtig immer weiter schlumperten, wurde es etwas heller. Ein kleiner Abstecher nach links brachte uns einen wunderbaren Ausblick auf das berühmte in Böhmen liegende Tor auf dem sogar eine kleine Sequenz des Filmes "Chroniken von Narnia" spielt. Es ist eine Art Felsbrücke und misst eine Spannweite von ca 26m, eine Höhe etwa von 16m und Tiefe ca 8m. Auch wenn es hier nicht so scheint, hat der Torbogen etwa eine Stärke von 3m. So imposant wie es scheint, zählt es auch zu den bedeutendsten Naturdenkmälern des Elbsandsteingebirges. 


Wieder auf dem Hauptweg lichtet sich der Himmel langsam gänzlich und es ging verschlungen durch den Wald. Das Gras rechts und links entlang des Weges machte fast schon einen frischen frühlingshaften Eindruck.......


Dem Weg immer weiter folgend gelangten wir an den in letzter Zeit oft gekreuzten Wegpunkt mit dem immer wieder hübsch anzusehenden kleinen Katzensteines. So heut mal wieder ein Bild dessen. 


Für unseren weiteren Weg wählten wir kleine Bergpfade, gelangten auf Felsriffe ehe wir hinab stiegen, diese Felsriffe unten umliefen, vorbei an den den Bärenfangwänden, der Frühlingswand, den Pechofensteinen, der Hexenspitze immer weiter um dann irgendwann über die Spitzsteinschlüchte ins Kirnitzschal wieder abzusteigen. Schnurstracks führten uns unsere Füße wieder in die Buschmühle, um dort den schönen Wandertag nach knapp 18km und 1030 Höhenmeter, dankbar guter detaillierter Böhm-Wanderkarten,   bei einem Bier eigentlich zu beschließen. Doch irgendwann piepte dann noch mein Handy mit der Meldung, dass ein Feuer an sei und der Kessel drüber schwebe...... so lenkten wir unseren Weg noch zu lieben Freunden und beschlossen den Tag im Schein eines Feuers........



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen