Samstag, 28. Dezember 2013

Großer Zschirnstein (08.Dezember 2013)

Die ersten wenigen Schneekristalle hatten kürzlich den Weg auf die Erde gefunden und wir wollten dies nicht ungenutzt lassen und uns das Knirschen unter den Füßen, die Stille, die ein wenig Schnee verbreiten kann nicht entgehen lassen. So verabredeten wir uns zum Frühstück bei mir. War ich doch schon Pünktlichkeit gewohnt, doch was war das, als es plötzlich ganz "überraschend" klingelte noch während ich den Tisch deckte.....das war superüberpünktlich.....etwas unkoordiniert, sehr zum Amüsement meiner Gäste, versuchte ich weiterhin dieser Tätigkeit nachzugehen. Offenbar war ich noch im Schlafmodus, war doch der vorherige Abend recht lang beim alljährliche Weihnachtsbikersingen. Die ersten Schluck Kaffee brachten aber Änderung meines Zustandes. Auch die kratzige Stimme legte sich (denn niemand beherrscht es glaub so gut wie ich falsch zu singen). 
So ging es nach einem gemütlichen Frühstück auf gen Kleingießhübel, wo wir mit ein paar Schritten durch das heut im Grau liegende Dörfchen zu starten. Die Gründung des Dörfchens ist auf das Mittelalter zurück zu führen, wo sich Bergleute ansiedelten, um das am Rande des Berges befindliche Eisenerz zu fördern. 


Für den Aufstieg hatten wir heut den Weg über den Hirschgrund gewählt. Einem Weg am Rande des Dörfchens beginnend mitten durch den Wald. 

                       

Gemütlich stapften wir durch die drei bis acht Krummen Schnee und freuten uns darüber. 
Je höher wir kamen, umso mehr verdichtete sich die dünne Schneedecke und da sich ja bei dem Wetter kaum einer ins Gebirge traut, kamen wir und den Genuß die ersten Spuren zu setzen. 
Vorbei führte uns der Weg an der Wildbrethöhle, einer Blocktrümmerhöhle welche einst tatsächlich zur Zwischenlagerung für höfisch-königlich erlegtes Wild diente. 
Nun folgte ein Aufstieg über ein paar Holzstufen......


......ehe es einen schmalen Pfad entlang von Felswänden und die letzten verschneiten Stufen auf den Gipfel ging. 


Der Große Zschirnstein ist mit seinen reichlich 561m der höchste Berg der deutschen Seite Elbsandsteingebirges, also der Sächsischen Schweiz. Er ist ein Tafelberg und entsprechend lang war noch der Weg bis hin zur Aussicht in mein geliebtes Böhmen. So führte uns der Weg vorbei an einer geologischen Besonderheit. Man findet hier einen Basaltdurchbruch. Dieser wurde früher genutzt, um Strassenschotter zu brechen. 
So stapften wir über das Gipfelplateau durch unberührten Schnee, es knirschte wunderbar unter den Füßen, vorbei an erwähntem Steinbruch, einer Pausenbank...... 


........gen Aussicht.......


.....und selbst das Grau untermalt mit dem Weiß des Schnee's konnte der Schönheit dessen keinen Abbruch tun, es entfaltete einen besonderen Zauber........


Während wir an der Schutzhütte einen wärmende Schluck Glühwein genossen konnte ich mich kaum satt sehen.
Für den Rückweg über das riesige Plateau des Berges wählten wir eher einen schmalen Pfad etwas abseits des großen Wanderweges. Hier eröffnten sich auch immer wieder schöne Blicke ehe es in einer recht kalten, schneerutschigen Talfahrt abwärts ging.......


Eine Etage tiefer angekommen liefen wir entlang von Felswänden ......



und wurden weihnachtlich an unserem gewählten Picknickplatz empfangen, gedacht an Mensch und Tier........

 


Der Kocher zauberte uns ein warmes Süppchen, und wir saßen, aßen und genoßen die Zeit miteinander........ ehe wir unsere heutige kleine Spazierrunde irgendwo im nirgendwo nach nur 8 km aber immerhin 680 bewältigten Höhenmetern beschlossen..........


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