Sonntag, 4. November 2012

Weinlese (September 2012)

Heute möchte ich von einem Wochenende berichten, welches ganz im Zeichen des Weines stand. Wein ein köstlicher Rebensaft, gewonnen aus Weinbeeren, die mich auch rein optisch auch dieses Jahr auf einigen kleinen Wanderungen entlang des hiesigen Weinwanderweges begeisterten. 


Der Weinbau kann auf eine Jahrtausend alte Geschichte zurück blicken. Bereits seit dem 6. Jahrtausend v. Christi ist der Weinanbau nachweislich. Der Ursprung des Weinanbaus liegt in Vorderasien dem heutigen Georgien. Wein spielt seit Alters her eine große Rolle in der Wirtschaft, aber auch im sozialen und rituellem Leben. In der antiken Mythologie, als auch in den Religionen kommt dem Wein eine nicht unwesentliche Bedeutung zu. 
Doch zurück zu unserer Lese. Zu lesen waren ein Müller-Thurgau und ein kräftiger Mario Muskat. Der Müller Thurgau, ein eher leichterer Wein, wird hier mehr reduziert, da er sehr sonnenempfindlich ist und bereits in den sächsischen Weinhängen zuviel Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Er bekommt schlichtweg einen "Sonnenbrand"....Der Mario Muskat ein sehr edler und kräftigerer Wein ist von der Traube her schon an seiner Farbgebung zu erkennen. Diese ist weit aus kräftiger. All dies bekamen wir bei einer kleinen Einweisung sehr fachmännisch vom Winzer erläutert. Noch ein Blick vom Weinhang ins das Dresdner Land.....


Nun aber los mit der Lese! Dazu hatten wir Handschuhe (ui, man glaubt ja kaum, wir klebrig so eine Lese ist) und eine Pinzette. Mit selbiger wurden nach Notwendigkeit die einzelnen Trauben noch verlesen, d. h.  von Beeren befreit, die angefressen und angefault waren.  Es verbreitete sich ganz schnell ein gäriger Geruch, der es einem nicht schwer fallen lässt, sich vorzustellen, wie es den Tieren ergeht, die von den Trauben naschen....Bereits eingetrocknente Beeren verbleiben aber an der Traube, da diese dem Wein eine ganz besondere Note verleihen können. Ebenso die edelfaulen Beeren verbleiben wegen des besonderen Aromas an der Traube. So ernteten, nein lassen wir am Sonntag in kürzester Zeit 240 kg Wein..........


Nachdem der Wein gelesen war, wurde noch die Oechslezahl des Weines ermittelt. Dies geschieht mit einem Refraktometer. Einfach erklärt, werden ein paar Tropfen des Saftes aus einer Beere auf einen Träger im Messinstrument geträufelt und man schaut durch das Gerät ins Licht und kann die Grad Oechslezahl ablesen. Nachdem der Winzer uns dies erklärte, konnten wir ihm sein Messergebnis nur bestätigen ;-) ....
All dies geschah bei einem kleinen lecker Imbiss mit Käse, Brot und neuem Weines. 
Wir hatten aber einen Termin zu halten, so hieß es noch die schweren Kisten in ein Auto zu schleppen, was ja nun nicht unmittelbar am Weinhang stand. Da die Presse für unsere Lese für 13 Uhr in Radebeul reserviert war, sputeten wir uns.....Nachdem der Wein etwa 2 Stunden in der Presse war, wird er nun weiter zu dem göttlichen Tropfen verarbeitet und es heißt bis Juni/Juli 2013 warten, ehe wir unserer Lese verkosten können......


Die Weinlese ist richtig harte Arbeit, hat uns sehr viel Spaß gemacht und es war eine tolle, völlig neue Erfahrung. So haben wir uns schon auch für 2013 als Helfer wieder verdingt!

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