Sonntag, 4. November 2012

Völkerschlachtdenkmal (13. Oktober 2012)

Hier weiß ich garnicht wie ich mit schreiben anfangen soll......wenn ich mir dies Erlebnis zurückhole bin ich immer noch ganz überwältigt..... doch ich werde versuchen es der Reihe nach zu erzählen.....
Es ist zwar unglaublich aber wahr..... ich die olle Wanderhexe hat sich einen Ausflug in die große Stadt gewünscht ;-) ...... 

Blick auf Leipzig aus 91 m Höhe

Es ist ein ganz lang gehegter Herzenswunsch von mir, einmal das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig zu besuchen. Mögen mich meine Schulkameraden, die auch immer mal in meinem Blog stöbern lügen schimpfen, aber wir hatten nie einen Schulausflug nach Leipzig in dieses monumentale Denkmal. Eigentlich war dies im Leben eines jeden Schulkindes im erreichbaren Umkreis von Leipzig ein Standardausflug. Heut nun sollte sich dieser Herzenswunsch erfüllen. Auf nach Leipzig......
Am Völkerschlachtdenkmal angekommen konnte ich kaum die Ruhe bewahren, um aus dem Auto zu hüpfen und Richtung Denkmal zu eilen......Vom Parkplatz bogen wir schließlich um die Ecke und es bot sich mir folgendes Bild....


Seit 2003 erfährt das Denkmal eine 10 jährigen umfassende Sanierung, welche kommendes Jahr abgeschlossen werden soll. So wird dies auch auf einigen Bilder zu sehen sein. 
Kurz ein paar beeindruckende Maße des Denkmals. Es ist 91 m hoch, der Fußsockel misst eine Breite von 126 m , insgeamt 500 Stufen führen bis auf die oben liegende Aussichtplattform. 
Der Architekt war der aus Berlin stammende Freimaurer Bruno Schmitz. Nach 15 jähriger Bauzeit wurde es 1913 eingeweiht, dies monumentale Werk zum Gedenken an die  nur wenige Tage andauernde Völkerschlacht 1813.  Sie fand vor den Toren Leipzigs statt. Dies war ein Befreiungsschlag mit der Niederlage Napoleons. Diese galt bis zum ersten Welkrieg als größte Schlacht der Geschichte.
Doch nun hinein in das Innere des Denkmals, in den unteren Teil, die Krypta. 


Für die plastischen Innenarbeiten waren die beiden Bildhauer Christian Behrens und Franz Metzner zuständig. Die Figuren sind wie das gesamte Bauwerk aus Sandsteinblöcken erschaffen.
In der Mitte eröffnete ein Blick nach oben, ein überwältigender Blick in die Kuppel mit einer Endhöhe von 68m. Was ich leider nicht recht einfangen konnte, in dieser Kuppeldecke befinden sich 324 fast lebensgroße Reiter. 



Doch nun sollte es die vielen Stufen hinauf gehen.


Auf der Zwischenetage legten wir einen Stopp ein und schauten hinunter in Ruhmeshalle. Hier sind die vier Totenwächter. Diese symbolisieren die vier Tugenden der Deutschen in den Befreiungskriegen. Sie stellen Tapferkeit, Volkskraft, Opferbereitschaft und Glaubensstärke dar. 

Und nun wieder viele, viele Stufen. Die letzten Stufen vor der oberen Aussichtsplattform sind so eng, dass hier der Auf- und Abgang mittels einer Ampel geregelt ist. Auf der Plattform genossen wir den heutigen Weitblick in aller vier Himmelsrichtungen. Ganz weit am östlichen Horizont waren sogar die Berge meines so geliebten Erzgebirges zu erkennen. 
Auf folgendem Bild sieht man gaaaaaaaaaaaaaanz weeeeeeit hinten, den bei Oschatz liegenden Collmberg (312m) dank seines markanten Funkturmes.


Nun aber wieder runter die vielen Stufen. Und ihr werdet es nicht glauben, aber es ist wahr. Da die Treppengänge sehr eng waren (Auf- und Abstieg waren ausser den letzen Metern getrennte Treppengänge) und es sich um Wendeltreppen handelte, wurde uns im Kopf schon ein wenig "ringeldumm". So legten wir eine Pause in der halben Höhe ein, um tief durch zu atmen, ehe wir den Abstieg vollendeten. Unten angekommen, ging es raus und nach ein paar Atemzügen frischer Luft und einem nicht mehr drehenen Gefühl im Kopf, erneut ein paar wenige Stufen (diesmal gerade) hinauf in die Ruhmeshalle. Was ich hier erlebte ist kaum in Worte zu fassen. Hier erlebte ich regelrecht die Monumetalität. Es war gigantisch, was sich hier auftat direkt am Fuße der Totenwächter. Nicht nur, dass diese eine Größe von 9,5 m aufweisen, nein sie strahlen etwas unglaubliches aus....es war einzigartig......ein großes Gesamtes.... die Figuren mit ihrer Ausstrahlung, die bunten Bleiglasfenster, das durchströmenden Licht.......


und hier die Größenverhältnisse in Metern.....


Wieder draussen nahmen wir den Weg über eine kleine Allee......


.... um das Denkmal zu umrunden......


Hier ein Blick auf die Wächterfiguren des Denkmals.


Nach einem Besuch im gleich angegliederten sehr schön gestaltetem kleinen Museum über die Völkerschlacht nochmal ein Blick zurück auf den Schutzpatron der Soldaten, den Erzengel Michael am Fuße des Denkmals.


Überwältigt von den vielen Eindrücken, einem erfüllten Herzenswunsch im Gepäck ging es flugs gen Heimat, um den wunderbaren Tag gemeinsam bei einem gemütlichen Feuer, einem Wein und Sushi ausklingen zu lassen........

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