Freitag, 24. August 2012

Uttewalder Grund (8. Juli 2012)

Von langer Hand geplant, von kurzer Hand umgesetzt war der heutige Tag. Wer mich kennt, weiß wie unsagbar spontan ich meist bin und so gab es eine Verabredung und binnen 10 Minuten zwischen Telefonklingeln und starten war der Rucksack gepackt, das Ziel klar und ich im Auto und los. So einen gemeinsamen Tag mit viel Zeit für uns hatten meine Begleitung und ich uns schon lange wieder mal gewünscht und was liegt da näher, dies mit unserer gemeinsamen Leidenschaft dem Wandern zu verbinden. Nun war es heut ein sommerlich sengend heißer Tag und so fiel unsere Wahl auf eine kurze Strecke und mit Aussicht auf einen kühleren Grund. Doch ersteinmal galt es sonnige Strecken zu überwinden.


Von Dorf Wehlen, wo wir unser Auto parkten, stiegen wir ab nach Stadt Wehlen, ein kleines beschauliches Städtchen an der Elbe. Anfang des 13. Jahrhunderts findet man erste Erwähnungen des Ortes. In der zweiten Hälfte dieses Jahrundert entstand hier eine einst mächtig Burg und im Schutze dieser, siedelten sich hier Fischer, Steinbrecher und Schiffer an. Allerdings ist von dieser Burg, die im Mittelalter verfiel, kaum mehr was zu erkennen. Heut zählt die Stadt reichlich 1700 Einwohner und gilt als "Perle der Sächsischen Schweiz".


Im Elbtal angekommen galt es nun den Berg wieder hinauf zu stapfen, was bei der Hitze nicht so locker flockig gehen wollte und selbst eine sehr aussichtsreiche aber auch sonnige Bank dankbar als kleiner Pausenplatz angenommen wurde. 


Nun sollte es aber fix in den Wald gehen. So fanden wir ganz in der Nähe des Waldrandes ein Waldklassenzimmer. Werden doch hier tatsächlich noch Kinder jüngeren Alters in Sachen Natur unterrichtet. Es hat mich begeistert, dass immer noch versucht wird Kindern Natur nahe zu bringen. 


Unweit dieser schönen Stelle ging es  in den Uttewalder Grund. Wir stiegen über einen bequemen Weg mit Treppen und gesäumt von einem Geländer ab. 


Der Uttewalder Grund ist eine wildromantische Felsschlucht zwischen steilen Wänden und Klüften. 


Einmal unten hatten wir jedoch nichts besseres vor, als auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Auch dieser Ausblick der sich uns hier bot, hat sich gelohnt. 


So erliefen wir den Grund erst einmal oberhalb der Felsen. Und da wir einer weiteren Leidenschaft fröhnen, einfach mal eine andere Strecke laufen und somit Wege erkunden, sollte uns auch heut eine Überraschung erwarten. Irgendwann fanden wir einen Weg, nein selbst Pfad wäre zuviel gesagt. Dieser führte uns sehr zielgerichtet wieder in den Grund. Ein längst vergessener Weg, dessen letzte Meter wir durch das Bächlein nahmen. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man auf dem Bild noch ein paar Treppen, die dem Wanderer sonst sicher entgehen. 

Nun spazierten wir den Grund entlang. Im Sommer hat dieser sehr angenehme Temperaturen. Abgestürzte Felsblöcke bilden im oberen Teil eine Engstelle, das Uttewalder Tor. 


Des weiteren besuchten wir selbstverständlich noch des Teufels Strudeltopf. Ein Strudeltopf entsteht in schnell fließenden Gewässern. Bringen diese Hindernisse mit, so beginnt das Wasser zu drehen und mitgeführte Sandkörner etc. schleifen hier trichterförmige Vertiefungen aus. Dieser Strudeltopf hier ist vorraussichtlich am Ende der letzten Eiszeit entstanden. 

 


Von hier aus ging es zurück und wir stiegen über die Teufelsschlüchte aus dem Grund auf. Auch hier gibt es Engstellen, eine kleine Klufthöhle durch die wir stiegen. Ein kurzer aber wunderschöner Weg, den ich jedem für den Aufstieg empfehlen würde. 


Nun galt es wieder auf der Höhe den Weg zum Auto zu nehmen. Dort angekommen hatten wir eine kleine Runde von 15 km hinter uns, die wandertechnisch eher an ein "Schlumpern" erinnert, aber landschaftlich sehr reizvoll ist, so dass selbst Caspar David Friedrich Motive und Motivation hier genug fand. 


Kommentare:

  1. Ich freu mich, das Du endlich - wenn auch verspätet - ein paar Wanderberichte eingestellt hast. Die Bilder laden zum Träumen ein und diese weiten Wiesen, die Schlucht und die Felsen sind genau mein Ding. *hach*
    Danke für die schönen Eindrücke :-)
    Ganz liebe Grüße von ganz weit weg, aber online ganz nah, schickt Angelica

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  2. Danke dir! Ja ich bin soeben beim schreiben auch nochmal gewandert.....bei deinen Berichten und Bildern geht es mir nicht anders....immer kommt dieses *hach*.... so aus tiefstem Herzen......
    Ganz liebe Grüße zurück!
    Conny

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