Samstag, 7. Juli 2012

Seußlitz und Hirschstein (3. Juni 2012)

Der Tag begann und das Wetter sollte sich nun doch nicht wirklich ändern. War doch für heut eigentlich eine etwas größere Motorradausfahrt ins Vogtland geplant. Aber von dem Gedanken an diese hatte wir uns schon mit den immer wiederkehrenden Warnungen es Wetterdienstes vor Unwettern verabschiedet. Also hieß es, bei einem gemütlichen Frühstück, umplanen. Dann stiegen wir fix in die Kombis und pünktlich zum Start, fielen, die ersten Regentropfen vom Himmel. So warfen wir einen Blick gen Himmel und beschlossen, die paar Tropfen zu ignorieren. Dies wurde auch belohnt und der Weg führte uns entlang der Elbe vorbei an schönen Weinhängen nach Seußlitz. 
Seußlitz beherbergt ein wunderschönes kleines Schlösschen. Dieses fand erstmalig als Raubritterburg im Jahre 1205 Erwähnung. Ein paar wenige Jahre später wurde es abgerissen und zu einer Jagdresidenz erbaut. Das etwa um 1250 fertig errichtete Schloss, erlebte einigen Besitzerwechsel und Umbauten. Und so war es u.a. kein geringerer als George Bähr (der Erbauer der Frauenkirche) der das Schloß zu einem Barockschloss umbaute. Und auch hier stößt man auf den Namen der von Bünaus.


Der Garten wurde nach dem Stil eine Barockgarten's angelegt. Man findet einen terrassenartigen Ziergarten, einen recht reichen Baumbestand und einen recht romantisch gelegenen Schlossteich, der als Gondelteich genutzt wurde. 


Auf dem Schlossweinberg befindet ich sich der Pavillon Luisenburg. Er ist ein Winzerhaus, in dem sich eine Weinpresse befand. Vom Park aus, kann man auf ein barockes Gartenhaus blicken, auch die Heinrichsburg genannt.


Übermütig, ob des haltenden Wetters beschlossen wir, noch einen kleinen Umweg zu fahren und ein weiters Schloss zu besuchen. So ging es entlang der sächsischen Weinstraße und gegenüber sah man immer schon das sich stolz präsentierende Schloss Hirschstein. Bald verließen wir die Strassen entlang der Elbe und fuhren hinauf auf die Höhen. Allein die Zufahrt zu Hirschstein war den Abstecher schon wert. Eine richtig schöne kleine Schlossallee. Mitten im Hof durften wir parken und schlenderten nun über den Schlosshof und schauten uns die Nebengelasse an. Dann ging es nun in den Schlossinnenhof, wo sich das Schloss uns zeigte. Auch hier wurde eine Burganlage erstmals 1205 erwähnt. Erst Ende des 15. Jahrhunderts kam der Begriff Schloss ins Spiel. Um das Schloss herum entwickelte sich eine Siedlung und so einstand ein Lehnsgut. 1943 nahm die SS das Schloss in Beschlag und wurde als Kriegsgefangenenlager genutzt. Nach dem Krieg waren dann im Schloss erst ein russisches Lazarett, später ein Kindererholungsheim und eine Rehaklinik unter gebracht.


Heut kann man das Schloss besichtigen und die Gemeinde und ein engagierter Verein kümmern sich um den Erhalt des Schlosses. Allerdings blieb uns, in Anbetracht der immer mächtiger werdenden Regenwolken nicht viel Zeit und wir mussten auf eine Schlossbesichtigung verzichten. So warfen wir noch einen Blick in Richtung Elbe und konnten feststellen, dass dieses sehr sehenswert ist. 


Nun ging es recht zügig gen Heimat und wir hatten Glück, dass uns nur auf den letzten 10 km von einer Tour um die 150 km ein paar Regentropfen erwischten, ehe diese sich zu heftigen Güssen entwickelten......

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