Sonntag, 24. Juni 2012

Liebschützberger Höhenzug (2. Juni 2012)

Heut war ich mal wieder etwas ausserhalb unterwegs, im Flachland Nordsachsens. Und was macht eine Hexe im Flachland.  Richtig sie sucht sich einen Höhenzug aus. So war mein heutiges Ziel der Liebschützberger Höhenzug. Der Liebschützberg ist eine Erhebung von 197 m ü. NN. Über den Höhenzug verlief eine alte Handelsstrasse die "Alte Salzstraße". So siedelten sich am Wegesverlauf die Gemeinden an. Auch findet man heut hier an schön gestalteten Wegweisern die blaue Jacobsmuschel. Der Jacobsweg führt auch über diesen Höhenzug.


Auf dem Liebschützberg findet man eine wunderschöne denkmalgeschützte Bockwindmühle. 
Sie wurde 1828 erbaut und war voll funktionsfähig und auch in Betrieb bis etwa 1960. Nachdem 1975 der letzte Besitzer verstarb, wurde die Mühle dem Verfall preis gegeben und auch der Vandalismus machte vor ihr keinen Halt. 1987 begann durch die LPG "Ernst Thälmann" langsam der Wiederaufbau. Vor geraumer Zeit allerdings war die Mühle vom Einsturz gefährdet und es drohte der endgültige Abriss. Aber ein Mühlenverein und eine Bürgerinitiative kämpfte um den Erhalt und so wurde sie vor dem Abriss bewahrt und erhaltend gestützt und restauriert. Bleibt zu hoffen, dass diese wunderschöne Mühle erhalten werden kann!
Der Liebschützberg kann noch eine weiter Besonderheit sein Eigen nennen. Er ist zugelassenes Fluggelände für Gleitschirme, Hängegleiter und Ultraleichtflieger. 


Von hier aus ging es entlang am Feld- und Waldesrand mit immer wieder schönen Aussichten.



Zwischenrein ging es immer mal wieder in den Wald und es ist erstaunlich, was man immer wieder im Wald entdecken kann. Etwas abseits der Waldwege ging es hindurch durch recht hohes Brombeergestrüpp. Dieses war so hoch, dass ich kaum 'ne Chance hatte drüber zu schauen. Und irgendwann tat sich ein schwarzer Schlund auf und es ging ab unter die Erde. Hier befand sich ein unvermutet großer Bunker. Bewaffnet mit Lampen ging es nach einer kurzen Stippvisite wieder ans Tageslicht, um den für heute letzten "Höhepunkt" anzusteuern. In der Nähe des Dürrenberges auf einem Hügel setzte die Gemeinde Clanzschwitz ein Denkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg. Dieser Hügel wurde nicht zufällig ausgewählt. Genau 150 Jahre vor Errichtung dieses Denkmals, am 20. August 1760 bewahrte die Qualität der preußischen Truppenstellungen am Dürrenberg den Ort Clanzschwitz vor den Zerstörungen des 7 jährigen Krieges. 



Dies ist ein Plätzchen, das zum Verweilen einlädt. Doch nun ging es noch zu einem gemütlichen Feuerchen und der Tag klang so wundervoll aus. 

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