Sonntag, 17. Juni 2012

Ein schneller Ausflug nach Böhmen (27. Mai 2012)

Nachdem ich nun seit gestern ganz stolz auf eine komplettierte Kombi bin und ich als "Bucklige" durch die Welt reisen kann, wollten wir den Tag nicht ungenutzt lassen und machten eine Reise ins Böhmische auf 2 geringfügig ;-) schnelleren Rädern. 
So starteten wir in Richtung böhmischen Grenze und überfuhren diese in Peterswald (Petrovice), steuerten das böhmisches Mittelgebirge an, immer den Milleschauer (Miesovka)  im Blick, hinweg über freie Landstraßen und genossen, die Berge, die Felder, den Wind.......
Kurz vor unserem Ziel legten wir eine Pause ein, um uns ein Stück des noch zu fertigenden Bauabschnittes der Autobahn nach Prag anzusehen.

Trotz der Pfingstfeiertage wurde hier gearbeitet.


Selbstverständlich warf ich auch einen Blick in die umliegenden Berge......
Unser Ziel sollte Theresienstadt (Teresín) werden, ein Ort mit sehr tragischer Geschichte. Hier findet man eine große Anlage die als KZ, Gestapogefängnis, Transitlager, Vernichtungslager und Ghetto genutzt wurde und heute als Mahn- und Gedenkstätte zu besichtigen ist. Die Größe des Areal's hatten wir allerdings völlig unterschätzt, so dass  in unserer vollen Montur und bei den Temperaturen eine Besichtigung schier unmöglich war. So schauten wir uns die Anlagen nur von außen an und beschlossen, ein anderes Mal die Gedenkstätte zu besichtigen. Aus Anstand und Respekt dem Ernst des Ortes gegenüber, hab ich hier gänzlich auf das fotografieren verzichtet.

Doch nun wieder auf das Motorrad und zurück in die Berge. Hier legten wir noch eine kleine Pause ein, leerten unsere Wasserflaschen und warfen nochmal einen Blick in die Landschaft. 


Nun fuhren wir nach Most, von dort aus mitten in das Erzgebirge, vorbei an der Talsperre Flaje (Údolní nádrz Fláje) hoch auf den Erzgebirgskamm. Hier kühlte es sich von zu warmen 21°C auf angenehme 16°C ab (ja es gibt Motorräder mit Temperaturanzeige) und wir genoßen einfach die Landschaft mit ihren Kurven. In Deutscheinsiedel passierten wir wieder die Grenze auf die deutsche Seite des Erzgebirges und es ging weiter eine wunderbare Motorradstrecke über Rechenberg, vorbei an der schon weithin sichtbaren Ruine Frauenstein nach Kreischa, wo wir den Tag nach reichlich 250km auf dem Tacho mit einem besonders schmackhaften Softeis ausklingen ließen.
Ja auch das ist für mich Seelenbalsam! 

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