Montag, 2. April 2012

Teichstein, Goldsteinaussicht, Winterstein (25.März 2012)

Ohje... Zeitumstellung und mir gruselte so davor, dass ich nicht recht schlafen konnte, mich von der Sonne raus locken ließ und bereits gegen halb neun in der hinteren sächsichen Schweiz aus dem Auto stieg.
Start unserer heutigen Wanderung war der Zeughausparkplatz im Kirnitzschtal. Die Temperaturen waren recht frisch, die Sonne schien und verzauberte uns. 


So stapften wir die morgendlichen Zeughausstrasse entlang gen altes Zeughaus. Die Geschichte des alten Zeughauses geht auf 1642 zurück. Der Bau der sich uns heut noch darbietet entstand 1870. Es wurde zu Jagdzwecken genutzt. Kurfürstliche Jagdknechte bewahrten hier ihre nötigen Jagdgegenstände auf. Später wurde es von Fuhrleuten, Holzfällern aber auch Schmugglern genutzt. Und seit ca 180 Jahren wird es als Gasthaus und Lagerstätte für Schweizreisende genutzt. 


Von hier aus, hat man einen wunderbaren Blick auf unser erstes Tagesziel, den Teichstein am Rande des Großen Zschands. Dieser umfasst das Gebiet südlich des Zeughauses, zum Großen Winterberg östlich und dem Raumberg westlich. In ihm sind auch einige Felsgebiete zu finden. Allerdings wurden hier in den letzten Jahren einige Wanderwege und Bergpfade gesperrt. Mit seinen 413 m zeigt sich der Teichstein schon in einer imposante Höhe. 


Der Aufstieg ist aber nicht so schweißtreibend, wie man vielleicht denken könnte. Aber er ist auf seinen immer schmaler werdenden Pfaden sehr schön.


Einmal oben angekommen, schlängelt man sich über den gesamten Gipfel mit immer wieder schönen Ausblicken. Bis man letztendlich an einem einzigartigen Aussichtspunkt angelangt ist. 
Von hier aus kann man wunderbar in den Großen Zschand sehen, z.B. die Bärenfangwände, zum hinteren Raubschloß. Da die Bäume heute noch nicht begrünt waren, konnten wir sogar den Pavillion des Kleinen Winterberges entdecken. 


Nun ging es wieder hinunter zum Zeughaus, um die nächste Etappe des heutigen Tages in Angriff zu nehmen. Über den Roßsteig ging es wieder hoch hinaus. Stetig ansteigend, hat es dieser mit kurzen aber recht steilen Teilstücken schon ein wenig mehr in sich ;-) . Aber sonst ein recht entspannter Weg nach oben. 


Belohnt wird man hier mit einem weiteren phantstischem Ausblick von der Goldsteinaussicht. Auch wenn die Sicht nicht ganz klar ist, lohnt sich ein Aufstieg in jedem Fall.


Ein Platz der zum verweilen einlud. Und da der Tag noch nicht sehr weit fortgeschritten war,  teilten wir uns diesen Platz mit nur einem anderen Wanderer. 
Wieder zurück auf dem Roßsteig liefen wir durch einen lichtdurchfluteten Wald und stiegen  ein Stück in den Kleinen Zschand über das Heringsgrundloch ab. Der Roßsteig trennt im Nordwesten den kleinen vom großen Zschand. Der Kleine Zschand erstreckt sich von der Zeughausstrasse bis hin zum Fremdenweg. Aus Naturschutzgründen sind auch hier sehr viele Wege gesperrt.  
Hier das Heringsgrundloch, ein wildromantischer Abstieg.

           

An der ersten Weggablung bogen wir auf den "roten" Wanderweg nach rechts ab. Dieser schlängelte sich nun im Wald vorbei an den Bärenfangwänden...


...bis hin zu unserem letzten Tagesziel für heut. Dem Winterstein, auch besser bekannt als hinteres Raubschloß. 
Der Weg an den Fuß des Berges ist noch recht unspektakulär aber deswegen nicht unschön. 


Der Aufstieg ist schon etwas abenteuerlicher und bietet immer wieder einzigartige Ausblicke. 

       


Oben angekommen,  kann man Überbleibsel des ehemaligen Raubschlosses entdecken. Auf dem Plateau des ca 120m x 50m großen Wintersteines befand sich einen mittelalterlichen Felsenburg des böhmischen Adelgeschechts der Berken von der Duba. Keramikfunde aus dem 13. Jahrhundert und eine erste urkundliche Erwähnung 1379 lassen auf diese Zeitepoche schließen. Es folgte ein bewegte Geschichte und um etwa 1400 der Verfall. Die touristische Erschließung des Wintersteines erfolgte bereits um ca 1800. Zu Ehren der im Laufe der Geschichte dort wohnenden Raubritter, wurde der Winterstein von der Bevölkerung nur noch Raubstein oder hinteres Raubschloß genannt. 


Nach einem abschließenden Rundumblick... 



führte uns der Weg über das Zeughaus, die Zeughausstrasse wieder zurück zum Auto und ein wunderbarer Frühlingswandertag ging zu Ende. Eine Strecke von ca 15 km, einigen zu überwindenden Höhenmetern und einigen Höhepunkten der hinteren sächsichen Schweiz...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen