Samstag, 10. März 2012

Pfaffenstein - Gohrisch (03.März 2012)

Heute hatte ich mir einen Wanderung zusammengestellt mit zwei wohlbekannten Bergen, einem meiner Lieblingsplätze und einer Streckenführung, wie ich sie viele Jahre nicht mehr gelaufen bin. 
Irgendwie kam ich früh aber nur schwer los, 1000 Dinge fielen mir immer wieder ein und dann klingelte auch noch das Telefon. Doch bevor ich mich auf ne lange Quasselrunde eingelassen habe, meldete ich mich doch ganz spontan noch zu einem nachmittäglichem Kaffee an. Wie es der Zufall wollte, streifte doch meine Runde heut eh das "Hexenhaus".
Also startete ich mit einer knappen halben Stunde Verspätung. 

Auf meinem Weg zum Startpunkt war, trotz meiner kleinen Verspätung, das schöne morgendliche Sonnenlicht noch nicht verloren gegangen. So hätte ich nach jeder Kurve, auf jedem Höhenzug anhalten können und versuchen die Momente einzufangen. Doch ich blieb sesshaft hinter dem Steuer und am Gaspedal. 

Mein Auto parkte ich in Pfaffendorf, schulterte meinen Rucksack und stiefelte los.


Rechter Hand streifte ich den Quirl, überlegt noch kurz, einen Abstecher auf selbigen zu machen, aber entschied mich dagegen. Nein heut nicht. 
Eine Bank am Wegesrand lud regelrecht zu einer kleinen Pause ein, wo ich mich einer meiner beiden Jacken entledigte und mir einen etwas längeren Moment gönnte mit Blick auf mein erstes Ziel.... der Pfaffenstein. Einem 434 m hohen Tafelberg in der vorderen sächsischen Schweiz. Mit seiner 12ha großen Plateaufläche ist er ein markanter Blickpunkt. 


Weiter ging es. Es lag ein kleines Stück Waldweg vor mir. Ein in vielerlei Hinsicht schönes Waldstück. Diesmal war es sein ganz besonderer Duft, der mein Herz höher schlagen ließ. 
Ich konnte kaum aufhören, den Duft ganz tief aufzusaugen. 







Jetzt war es nicht mehr weit und ich war am Fuße des Paffensteins. Das Denkmal ist dem touristischem Erschließer des Berges gewidemt.



 Für den Aufstieg wählte ich den Klammweg. 


Oben angekommen, wurde ich von einem wunderbaren Licht empfangen und schaute mich zuerst in der Ruine um. 


Hier ein Blick auf das heutige Gasthaus. 


Aber nun krabbelte es in den Füßen und ich machte mich zu dem oben bereits erwähntem Lieblingsplatz auf. Hier kann die Sonne scheinen, die Landschaft in einen Nebel eingebettet sein, mir der Wind stürmisch um die Nase wehen.....für mich ist es einfach nur besonders schön hier. 
Auf dem Weg zum Opferkessel, findet man eine schöne Bank, die auch einen wunderschönen Ausblick bietet. 


Da vorn ist er der Opferkessel. Es sind 2 Mulden, die meist mit Wasser gefüllt sind. Früher waren beide mit einer Brücke verbunden. Heute ist einer der beiden Aussichtspunkte mit einem Geländer gesichert. 



Wieder zurück ging es am Aussichtsturm vorbei. Dieser so märchenhaft wirkende Turm ist so in seiner Form seit 1904 zu bewundern und erklimmen. 



Hier nun vorbei, sollte es noch flugs zum "Barbarine-Ausblick" gehen. Die Barbarine, ein Felsnadel mit einer Höhe von 42.7 m ein Wahrzeichen der sächsischen Schweiz. 1905 wurde der Fels erstmalig "erklettert". Der Gipfelkopf wurde aber im Laufe der Jahre immer instabiler und so wurde dieser in aufwendigen Sanierungsarbeiten verfestigt und bearbeitet. So ist die Barbarine heut ein Naturdenkmal und für den Bergsport gesperrt. 

Auch die sächsische Schweiz ist sehr sagenbehaftet und so gibt es auch eine Sage um die Barbarine.  Ein Mutter-Tochter-Konflikt bei dem die Liebe sicher eine nicht unwesentliche Rolle spielte.....


Was sich mir heut allerdings noch bot, war fast einzigartig.... ein wunderbarer Ausblick. 
Ein junger Mann war so freundlich und borgt mir sein Fernglas und was ich da sah......es war unbeschreiblich schön...... ich sah weit bis ins böhmische Mittelgebirge und hatte das Gefühl ,Rübezahl winkt mir höchstpersönlich aus den Bergen des Riesengebirges....


Für den nun folgenden Abstieg wählte ich den bequemen Weg und nun ging es ein paar km durch einen sonnendurchfluteten Wald. 


Am Fusse meines 2. Tagesziels angekommen ging es die Stufen hinauf und ich hoffte diesmal für den Aufstieg die Falkenschlucht zu finden. Wie oft war ich schon hier und noch nie war es mir gelungen, diesen Weg als Aufstieg zu finden, immer nur im Abstieg.  

Der Gohrisch zählt auch zu den Tafelbergen der sächsischen Schweiz und hat eine Höhe von 440m. 

 
Und siehe da, mir sollte es gelingen....ist eben alles das erste Mal....die Falkenschlucht ist als kleiner Klettersteig ausgezeichnet und Holzstiegen sind mittlerweile durch Metallleitern ersetzt worden. 


Der Gipfel mit seinen Impressionen und Ausblicken...





Dass ich mich kaum satt sehen konnte, muss ich sicher nicht extra erwähnen. Aber ich hatte ja noch ein kleines Stück Weg vor mir und wollte auch diesen genießen und an Onkel Pauls Ruhe eine kleine Rast einlegen. Dann ging es weiter zur Friedenslinde und weiter nach Pfaffendorf zur Schönen Aussicht, ehe ich dann gegen drei im Hexenhaus einschwebte und mich bereits Kaffee und Kuchen erwarteten. 




So war wieder ein wunderbarer Tag in der Natur vergangen, bei dem ich etwa 15km gewandert bin und auch den ein oder anderen Höhenmeter mitgenommen habe.










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen